Das Unternehmensprofil von APQ JENA
- Profil
- Über uns
- Norbert Strömich
- Impressum
- Datenschutz
- AGB
- Widerruf
Innovationen
Unser Anspruch ist es unseren Kunden Produkte mit außergewöhnlichen und herausragenden Eigenschaften anzubieten und dabei die höchstmögliche Qualität zur Verfügung zu stellen.
Kompetenzen
Um Maßstäbe bei der Entwicklung neuer optischer Systeme und Geräte zu setzen, arbeiten wir bei der Entwicklung des Optikdesigns und der mechanischen Konstruktion mit Experten zusammen, die über langjährige Erfahrung in ihren jeweiligen Fachbereichen und internationale Reputation verfügen.
Kooperationen
Auf den Gebieten der Optik- und Mechanikfertigung kooperieren wir mit den Technologieträgern des optischen Präzisionsgerätebaus.
Bedingt durch den Kleinseriencharakter der Produktion mit der Möglichkeit von Einzel- und Sonderfertigungen kommen sowohl konventionelle als auch moderne CNC-Fertigungstechnologien zum Einsatz.
Die geforderte hohe Bildgüte wird durch eine abschließende Systemkorrektur erreicht, die von einem Feinoptikmeister mit jahrzehntelanger Erfahrung auf seinem Fachgebiet durchgeführt wird.
Die Ausgangssituation
1995 wurde die Entwicklung und Herstellung der Astroamateur-Teleskope und 2007 auch die der Astro-Profigeräte in Jena eingestellt. Damit wurde eine mehr als 100-jährige Astro-Tradition beendet.
Ich war über 13 Jahre für Carl Zeiss Jena tätig, die letzten Jahre als Product und Sales Manager für Astroamateurgeräte. Hier habe ich die Weiterentwicklung und Fertigung der wohl seinerzeit besten Fluorit-Triplet-Apochromate initiiert und deren Markteinführung vorangetrieben.
Seit 2011 habe ich mich wieder intensiver mit dem Astro-Thema beschäftigt, wozu mich gemeinsame Projekte mit Carl Zeiss veranlasst haben. Für die meisten Astroamateure weltweit besitzen die ehemals von Carl Zeiss Jena gefertigten Fluorit-Triplet-Apochromate auch nach heutigen Maßstäben noch Referenzcharakter bezüglich der optischen Abbildungsgüte und Qualität der konstruktiven und mechanischen Ausführung.
Der Projektstart
Als erstes musste die Frage geklärt werden, kann man derartige Apochromate in Deutschland heutzutage noch herstellen? Als nächstes mussten Lieferanten gefunden werden, von denen ich das für die Fertigung der Fluorit-Triplet-Apochromate benötigte CaF₂ mit den benötigten Eigenschaften, in der entsprechenden Qualität und zu akzeptablen Preisen beziehen konnte.
Das war die allerwichtigste Frage, sozusagen die Grundfrage, von deren positiven Beantwortung sich alle anderen Entscheidungen ableiteten. Ein negatives Ergebnis hätte das vorzeitige Aus für das geplante Vorhaben bedeutet. Praktisch genauso wichtig wie die Absicherung der Lieferung von Flussspat ist der gesicherte Bezug der ausgewählten optischen Partnergläser.
Nachdem die vorherigen Fragen positiv beantwortet werden konnten, brauchte ich jetzt entsprechende fachliche Unterstützung. Neben dem Ziel, die Astro-Tradition in Jena am Standort des optischen Präzisionsgerätebaus neu aufzubauen, ist es die Tatsache, dass hier ein großes Nachwuchspotenzial von den Hochschulen der Stadt und Region, wie der Ernst-Abbe-Hochschule Jena, der Friedrich-Schiller-Universität Jena und der Technischen Universität Ilmenau zur Verfügung steht.
Mir ist es dabei ein besonderes Anliegen, interessierte ehemalige Mitarbeiter der Astro-Abteilung und den angrenzenden Bereichen von Carl Zeiss in das Gründungsvorhaben miteinzubeziehen. Damit werden zwei Dinge erreicht:
Die Unternehmensgründung profitiert von den reichen Erfahrungen, den Kenntnissen und dem Wissen der ehemaligen Leistungsträger.
Darüber hinaus wird ein Beitrag dafür geleistet, dass deren spezifische Kenntnisse und Erfahrungen an die junge Generation weitergegeben werden und somit nicht untergehen.
Von den Mitstreitern, die ich von meinem Vorhaben begeistern konnte, möchte ich besonders Uwe Laux und Frank Dionies hervorheben, ohne die es weder das neue Optikdesign noch die neue Kompensationsfassung gegeben hätte.
Als diese Vorarbeiten erledigt, d.h. Lieferanten für CaF₂ und die optischen Gläser akquiriert und Mitstreiter gewonnen waren, konnte ich mich an die Bearbeitung der nächsten Aufgaben machen. Die wichtigste davon war, welches optische Design sollten die neuen Objektive bekommen?
Die Antwort schien auf der Hand zu liegen, natürlich sollten diese wieder Triplet-Apochromate mit einer CaF₂-Linse als Mittenelement werden, geschützt von den beiden äußeren Glaslinsen! Schließlich haben mehrere renommierte Astrofirmen derartige Triplet-Apochromate – mit FK-Gläsern oder Flussspat als Mittellinse – im Programm.
Also habe ich mich auch auf diese Schiene begeben und Angebote von diversen Optikfirmen für die Fertigung solcher Astro-Objektive mit verschiedenen Öffnungen eingeholt – und dabei nicht nur viel Zeit verloren.
Die Mehrzahl der Astrofirmen fertigt gute Triplet-Apochromate, manche in sehr guter Qualität. Aber je intensiver ich mich mit diesem Thema beschäftigt habe, desto klarer habe ich erkannt, dass das apochromatische Triplet-Design nicht mehr verbessert werden kann.
Aber alle Fluorphosphat- und auch CaF₂ Triplet-Apochromate weisen einen spektralbereichsbezogenen Farblängs- und Gaussfehler (chromatische Variation des Öffnungsfehlers) auf, der bei größeren Öffnungen und lichtstärkeren Öffnungsverhältnissen die polychromatische Punktverteilungsfunktion (PSF) stört.
Dies führt dazu, dass die Triplet-Apochromate die Apochromasiebedingung lediglich in einem engbegrenzten visuellen Spektrum (üblicherweise 436 nm – 656 nm bzw. 480 nm – 707 nm) erfüllen. Sie sind aber nicht in der Lage, in dem z.B. für die CCD- und CMOS-Astronomie wichtigen Spektralbereich von 365 nm bis 1014 nm beugungsbegrenzt abzubilden.
Ich bin deshalb zu der Überzeugung gelangt, nicht der x-te Hersteller von Triplet-Apochromaten werden zu wollen, um einen sinnlosen Wettbewerb mit bereits etablierten Astrofirmen zu führen. Dagegen spricht letztlich auch mein Ziel, dass die Fertigung in Deutschland erfolgen soll.
Was macht die Fluorit Quadruplet Polychromate so besonders?
Der einzigartige Vorteil für unsere künftigen Kunden und Anwender besteht darin ein Optikdesign nutzen zu können, das in dem breiten UBVRI-Spektralbereich (365 nm – 1014 nm) moderner elektronischer Sensoren (CCD, CMOS) eine möglichst fehlerfreie Abbildung gewährleistet.
In den Randbereichen des visuellen Spektrums gibt es keinen Abfall des Strehls in die Nähe oder unter die Beugungsgrenze wie bei den meisten Apochromaten.
Die polychromatische Bildgüte wird dabei nicht künstlich verändert bzw. "schön gerechnet", da dies die optische Korrektur nicht verbessern würde. Statt dessen wird das optische System im Spektralbereich von 365 nm bis 1014 nm mittels einer Wellenlängentabelle und den jeweiligen Wichtungsfaktoren von 1 optimiert. Das Ergebnis der Optimierungen stellt ein vierlinsiges polychromatisches Basissystem dar, bei dem die CaF₂ Linse geschützt zwischen zwei Linsen aus speziellen optischen Gläsern liegt.
Dieses neue optische Design wurde von Uwe Laux entwickelt – und ich habe es zur Grundlage für die neuen Fluorit Quadruplet Polychromate gemacht. Das neue Optiksystem und Entwurfsdesign wurde von uns unter der Bezeichnung "Polychromatisches Objektiv und Verfahren zum Entwurf eines polychromatischen Objektivs", Aktenzeichen 10 2016 123 732.9, beim Deutschen Patent- und Markenamt (DPMA) zum Patent angemeldet.
Nach der Entscheidung für den Start mit dem APQ 150/1200 Fluorit Quadruplet Polychromat konnte ich die Entwicklung des mechanischen Designs und die Konstruktion des Optischen Tubus (OTA) sowie die Optikfertigung der Linsengruppe des Objektivs und die komplette Mechanikfertigung in Auftrag geben. Mit der Entwicklung und Fertigung von zwei Prototypen des ölgefügten Fluorit Quadruplet Polychromats 150/1200 mit einer Asphäre, 150 mm freier Öffnung und 1200 mm Brennweite, haben wir uns ein sehr anspruchsvolles Ziel gesetzt.
Bedingt durch einzelne Probleme in der Vergangenheit hat sich das Vorhaben gemessen an der ursprünglichen Planung teilweise verzögert. Aber das Wichtigste ist, dass wir aktuell alle Prozesse unter Kontrolle haben, so dass ich mit der Fertigstellung der ersten beiden Prototypen des Fluorit Quadruplet Polychromats 150/1200 die Bestellannahme auf der Website bekanntgeben konnte.
Der APQ 150/1200 Fluorit Quadruplet Polychromat ist ein universeller Planetenrefraktor, also ein System höchstmöglicher Bildgüte, bei dem das Grundsystem das polychromatische Objektiv darstellt. Je nach Beobachtungsaufgabe wird das Basissystem mit einem Feldkorrektor (Flattener), Fokalreduktor-Korrektor (Reducer) oder Barlow-System kombiniert. Die beugungsbegrenzte Korrektur bleibt im Spektralbereich von 365 nm bis 1014 nm erhalten, so dass der UBVRI-Spektralbereich moderner CCD- und CMOS-Sensoren voll ausgenutzt werden kann.
Im Öffnungsbereich von 100 mm bis 250 mm werden wir mittelfristig eine Baureihe von Fluorit Quadruplet Polychromate anbieten. Die Polychromate von 130 mm bis 200 mm Öffnung wird es in zwei Varianten geben, die sich hinsichtlich des Okularauszugs unterscheiden. Die Basisvarianten werden mit dem Okularauszug Feather Touch FTF3545 von Starlight Instruments ausgestattet. Die Premiumausführungen werden optional einen Performance-Okularauszug mit einem neuen Fokussiertrieb erhalten (z.Zt. in der Entwicklung).
Das vierlinsige Design der Premium-Refraktoren – mit oder ohne Asphäre, komplett ölgefügt, ohne oder mit Luftspalten – bietet mit verschiedenen Öffnungen und Öffnungsverhältnissen ein enormes Potenzial für alle Arten der visuellen und fotografischen Beobachtung. Die UBVRI Fluorit Quadruplet Polychromate von APQ JENA sind die ersten Polychromate als Astro-Optiken überhaupt.
Die APQ JENA Fertigung
APQ JENA lässt die astronomische Optik und Gerätetechnik nach 25 Jahren in Jena wieder neu auferstehen. Hier bauen wir eine eigene Optik- und Mechanikfertigung, Montage, Mess- und Prüftechnik auf.
Norbert Strömich – Gründer und Inhaber von APQ JENA
Schon seit frühester Jugend faszinieren mich die Astronomie, Teleskope, Optik und die astronomische Gerätetechnik – und nicht zuletzt die Wissenschaftler, Entwickler, Ingenieure und Spezialisten hinter den Erfindungen und Neuentwicklungen.
Die Motivation für die Gründung des Unternehmens APQ JENA bestand darin, die Astro-Tradition in Jena am Standort des optischen Präzisionsgerätebaus fortzuführen.
CV
Studium an der Technischen Universität Chemnitz
Abschluss als Diplom-Ingenieur für Maschinenbau
Know-How
Optikdesign
3D-CAD
Mitgliedschaften
Deutsche Gesellschaft für angewandte Optik DGaO
Vereinigung der Sternfreunde e.V. VdS
Berufspraxis
1980 – 1994: Produktmanager bei Carl Zeiss Jena, u.a. im Bereich Astronomische Geräte
seit 1994: Selbständig
seit 2014: APQ JENA
Marken und Patente
Wortmarke APQ – Aktenzeichen 30 2014 050 952
Patentanmeldung Polychromatisches Objektiv und Verfahren zum Entwurf eines polychromatischen Objektivs – Aktenzeichen DE 10 2016 123 732.9
Patentanmeldung Thermisch kompensierte Fassungsbaugruppe – Aktenzeichen DE 10 2017 008 286.3